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Das Thema "Körperakzeptanz"
 

In der Öffentlichkeit sind sie bisher weitgehend unbekannt. Körperakzeptanzstörungen sind jedoch weit verbreitet und können im Alltag weitgehende Probleme bereiten.

Ein Körperakzeptanzproblem besitzt sowohl eine qualitative als auch eine quantitative Komponente. Quantitativ beginnen Körperakzeptanzprobleme dann, wenn man sich täglich mehr als eine Stunde mit seinem Körper, seinem Aussehen oder damit verbundenen Bereichen wie Essen, Kleidung, Hygiene usw. beschäftigt. Qualitativ muss außerdem ein gewisses Leiden durch die Beschäftigung mit dem Körper entstehen. Meist sind dies Dinge wie verstärkte Ängste und Schamgefühle, ein sozialer Rückzug oder schulische, berufliche und zwischenmenschliche Probleme, die auf die Sorge um das eigene Äußere zurückzuführen sind.

Körperakzeptanzstörungen können das Ausmaß einer psychischen Störung annehmen. Neben den bekannten Essstörungen ist eine weitere Körperakzeptanzstörung verbreitet: die Körperdysmorphe Störung, auch unter dem etwas älteren Namen Dysmorphophobie bekannt. Sowohl Essstörungen als auch die Körperdysmorphe Störung haben in den letzten Jahrzehnten in ihrer Verbreitung stark zugenommen. Neben diesen „reinen“ Körperakzeptanzstörungen gibt es eine Reihe weiterer Störungen, die häufig mit Körperakzeptanzstörungen verknüpft sind. Namentlich sind dies Depressionen, Soziale Phobien, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen und die Trichotillomanie.

Ich möchte in diesem Kapitel die einzelnen Körperakzeptanzstörungen genauer beschreiben und Ihnen durch kurze Tests die Möglichkeit geben, einzuschätzen, inwiefern die Kriterien für eine oder mehrere dieser Störungen auf Sie zutreffen. Unabhängig davon, ob Sie sich in den Kriterien in vollem Umfang wiederfinden oder ob Sie unter einer abgeschwächten Form einer Körperakzeptanzstörung leiden, bieten Ihnen die nachfolgenden Kapitel gleichermaßen Ansatzpunkte, um mit dem eigenen Körper in Zukunft in Frieden leben zu können.

Den Begriff „Körperdysmorphe Störung“ kann man umgangssprachlich mit „eingebildete Hässlichkeit“ übersetzen. Die Betroffenen halten sich trotz normalem und unauffälligem Äußeren für hässlich oder nicht ausreichend attraktiv. Bei leichten Makeln in der äußeren Erscheinung (z.B. Akne, Narben, Haarausfall usw.) ist die Besorgnis hierüber im Vergleich zu anderen Personen mit einem ähnlichen „Makel“ stark übertrieben. Typischerweise beschäftigen sich die Betroffenen viele Stunden am Tag sowohl gedanklich als auch in Form eines exzessiven Pflege- und Kontrollverhaltens mit ihrem Körper. Die übermäßige Beschäftigung reicht von einer Stunde täglich bei einem leichteren Ausprägungsgrad bis hin zu einer permanenten Beschäftigung mit dem Äußeren. Hierdurch kommt es zu Leidenszuständen sowie zu Beeinträchtigungen in sozialen, schulischen, beruflichen oder anderen Bereichen. Von Essstörungen lässt sich die Körperdysmorphe Störung hauptsächlich durch die betroffenen Körperbereiche abgrenzen. Während bei Essstörungen spezifisch Oberschenkel, Hüfte, Bauch und Gewicht von der Sorge betroffen sind, kann sich diese bei der Körperdysmorphen Störung auf alle Körperteile beziehen. Angefangen von den Haaren über die Genitalien bis hin zu den Füßen, kann für die Betroffenen jeder Körperteil problematisch sein. Oft kommt es vor, dass sich die Betroffenen nicht nur über einen Körperbereich, sondern gleich bezüglich mehrerer Körperteile Sorgen machen. Die am häufigsten betroffenen Problemzonen sind Haut, Nase, Gesichtsform, Zähne, Po, Haare und Bauch. Die Körperdysmorphe Störung ist eine häufige, wenn auch noch recht unbekannte Störung. In der Gesamtbevölkerung leiden ca. 1,7% bis 2,4% unter diesem Symptombild. In den letzten Jahrzehnten scheint die Anzahl der Betroffenen stetig anzusteigen. Bei mehreren Stichproben von jüngeren Probandengruppen, wie beispielsweise Studenten, fanden sich bei ca. 5% deutliche Hinweise auf die Störung. Dass diese Störung noch so unbekannt ist, liegt vor allem daran, dass die Betroffenen meist stark davon überzeugt sind, unansehnlich zu sein, auch wenn ihnen von ihrer Umwelt häufig etwas Gegenteiliges bescheinigt wird. Sie wenden sich daher zu allererst an Ärzte, die etwas an ihrem Äußeren verändern können. Erst viele Jahre später wenden sie sich, wenn überhaupt, an Psychotherapeuten oder Psychiater. Meist klagen sie dann jedoch über Depressionen oder soziale Ängste; über die Probleme mit ihrem Äußeren zu reden, trauen sich viele Betroffene aus Scham nicht. Männer und Frauen sind von dieser Störung ungefähr gleich häufig betroffen (40:60). 
Die Symptomatik der Körperdysmorphen Störung lässt sich in die Bereiche Kontrollieren, Kaschieren, Manipulieren und Vermeiden unterteilen.

Weitere Formen der Körperakzeptanzstörung sind Anorexia nervosa (Magersucht), Bulemia nervosa (Bulemie), Binge-Eating-Störung und weitere damit einhergehende Störungen.

Habe ich ein Körperakzeptanzproblem?

Um das herauszufinden, helfen Fragebögen im Buch "Keine Angst vorm Spiegel - Der Weg zur Körperakzeptanz".

Kann man lernen, seinen Körper anzunehmen wie er ist? Ja! Das Buch erklärt, wie.
 



 


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